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So schmeckt Weihnachten

Zimt, Anis und Nelken

Zimt, Anis und Nelken

In der kalten und dunklen Jahreszeit gibt es ein paar Dinge, die trotz des fehlenden Lichts glücklich und zufrieden machen. Dazu gehören Kerzenlicht, die Vorfreude auf Weihnachten und der Geruch von Selbstgebackenem in der Adventszeit. Zu keiner anderen Jahreszeit wird so viel gebacken wie in den Wochen vor Weihnachten. Der Duft nach Gewürzen wie Zimt, Kardamom und Nelken umfängt den erschöpften Geschenkekäufer und hebt die Stimmung. Grund genug, die wichtigsten Weihnachtsgewürze einmal kurz vorzustellen.

Zimt: Weihnachten pur

Zimt ist das Weihnachtsgewürz schlechthin und als Stange oder Pulver erhältlich. Bis zu 200 verschiedene Substanzen enthält das ätherische Öl, durch das der Zimt seinen charakteristischen Geschmack bekommt. In den eingerollten, festen Zimtstangen erkennt man noch deutlich die Herkunft – unser liebstes weihnachtliches Gewürz ist ein Stück getrocknete Rinde des Zimtbaums. Neben dem unverwechselbaren Geschmack in Plätzchen, Keksen und weihnachtlichen Torten hat das Gewürz auch positive Auswirkungen auf die Gesundheit. Es regt die Darmtätigkeit an und wirkt antibakteriell. Allerdings muss man aufpassen, woher der Zimt stammt. Zimt enthält Cumarin, einen natürlichen Pflanzenstoff, der jedoch in höheren Dosen gesundheitsschädlich ist. China-Zimt hat einen deutlich höheren Anteil an Cumarin als der ohnehin geschmacksintensivere Ceylon-Zimt. In unseren Breitengraden wird Zimt vor allem in Süßspeisen und Backwaren verwendet, aber auch im Glühwein oder Punsch. In der griechischen und türkischen Küche verleiht der Zimt Fleischgerichten ein interessantes Aroma, das den Fleischgeschmack intensiviert. Allerdings sollte man vorsichtig dosieren, da zu viel Zimt alle anderen Geschmacksrichtungen auslöscht. In der indischen Küche ist Zimt fester Bestandteil vieler Curry-Mischungen.

Anis: süß und lakritzartig

Süß, würzig und ein wenig nach Lakritze schmeckt der Anis, den wir wie den Zimt als Bestandteil der süßen Küche lieben. Als Bestandteil im Lebkuchengewürz verleiht er dem dunklen Gebäck eine unverwechselbare Note. Entweder mag man ihn oder man hasst ihn, einen Mittelweg scheint es bei diesem weihnachtlichen Gewürz nicht zu geben. Im Anisschnaps wie dem Ouzo oder dem Pernod dominiert er sogar über den scharfen Alkoholgeschmack. Der Anisschnaps nach dem üppigen Essen hat einen guten Grund: Anis hilft der Verdauung auf die Sprünge. Die ätherischen Öle im Anis wirken schleimlösend und finden sich häufig im Hustensaft wieder. In der weihnachtlichen Küche verleiht er Spekulatius, Lebkuchen und Printen das gewisse adventliche Etwas. Sternanis wird von einer völlig anderen Pflanze geerntet, und zwar vom – wie sollte es anders sein – Sternanis-Baum. Beide Gewürze ähneln einander stark im Geruch und Geschmack, auch wenn der Sternanis etwas intensiver schmeckt.

Kardamom: zitronig, herb und süß zugleich

In der orientalischen Küche ist er ein gebräuchliches Gewürz, das Fisch- und Fleischgerichten den letzten Pfiff gibt. Am besten schmeckt er, wenn man die Samen erst kurz vor dem Verbrauch aus den Kapseln löst und die Samen frisch mörsert. Auch beim Kardamom gilt Vorsicht walten zu lassen, da er sehr geschmacksintensiv ist. Das Ingwergewächs hat wie alle weihnachtlichen Lieblingsgewürze auch einen medizinischen Nutzen. Man kann die Kapseln gegen Mundgeruch kauen, aber er hilft auch gegen Asthma und bei Verdauungsproblemen. In Stollen, Gewürzplätzchen und in Spekulatius und Lebkuchen darf Kardamom nicht fehlen. Besonders gut schmeckt er in Kaffee oder heißer Schokolade. Ein kleiner Tipp: Einmal eine weiße Mousse au Chocolat mit Kardamom und Lorbeer probieren. Dieses Dessert macht süchtig!

Gewürznelken: scharf und würzig-herb

Die getrockneten Blütenknospen des Nelkenbaums haben einen starken und unverwechselbaren Eigengeschmack. Die ganzen Nelken verwendet man in Glühwein oder Punsch, gemahlene Nelken fügt man beim Backen hinzu. Im Herbst und Winter würzen die Blütenknospen Wildgerichte, zur Weihnachtszeit findet man Nelken als wichtigen Bestandteil im Lebkuchen wieder. Sehr beliebt als duftende Weihnachtsdeko sind Orangen, die man mit den Nelken spickt und im Raum verteilt. Ihre Heilkraft war bereits im Mittelalter bekannt. Sie wirkt schmerzstillend, entzündungshemmend und entkrampfend.

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